Dienstag, 1. Juli 2014

Bilderdokumenation

Walter reist durch sein Beruf ständig um die Welt. Er findet Flugzeuge super und nennt sie auch „Super-Constellation“ (S. 12 Z. 35, S.14 Z. 10)
Nach der Notlandung in Mexiko verbringt Walter mit den anderen Passagieren 4 Tage und 3 Nächte in der Wüste.
Während Walter in der Wüste festsetzt schreibt er Ivy einen Brief. Er empfindet für sie nichts und will die Affäre beenden.
Um Ivy loszuwerden beschließt Walter spontan seine Geschäftsreise nach Europa/Paris mit dem Schiff anzutreten. Hier lernt er Sabeth kennen und macht ihr sogar einen Heiratsantrag.
Auf dem Deck des Schiffes sieht Walter immer wieder Sabeth wie sie Pingpong spielt. Da man auf dem Schiff nicht viel unternehmen kann, spaziert  er auch gerne abends stundenlang auf dem Deck.
Walter und Sabeth besichtigen zusammen den Maschinenraum des Schiffes.
In Griechenland wird Sabeth am Strand von einer Schlange gebissen und stößt ihren Kopf, was sich später als ihren eigentlichen Todesgrund herausstellt.
Nach Sabeths Tod kehrt Walter wieder nach New York.
Seine Heimat Zürich besucht er am Ende der Geschichte.
Walter liegt wegen Magenkrebs im Krankenhaus und wartet auf seine Operation. Hanna besucht ihn und leistet ihm Gesellschaft. 
In Zusammenarbeit von Hiba Abdallah, Sultan Bayar und Neda Lajevardy

Verhältnis von Ivy und Walter



Ivy passt genau zum frauenfeindlichen Weltbild von Homo Faber. Faber fühlt sich Ivy gegenüber überlegen und verurteilt sie ständig. Sie ist eine Frau die sehr viel Wert auf passende Kleidung und andere Äußerlichkeiten legt. Die Beziehung die beide führen ist eher untypisch, da sie verheiratet und viel jünger ist. Trotz Ivy's Ehe zu einem anderen Mann ist sie nicht glücklich, sie möchte mit Faber zusammenleben und schlägt öfter eine Heirat zwischen ihnen beiden vor. Sie macht ihm wegen seine Ablehnung ständige Vorwürfe.

Tränen und Zärtlichkeiten werden von ihr gezeigt, obwohl Faber genau das nicht mag. Er beruft sich auf Gefühlsarmut, Statistik und Wahrscheinlichkeit. Ivy wird von Faber als guten Freund bzw., wie er sie nennt, „Lieber Kerl“ genannt, daher nahm er ihre Beziehung auch nicht so ernst. 

Es zeigt sich wieder sein Frauenbild, er betrachtet Ivy als Objekt und vergleicht sie einfach mit Äußerlichkeiten wie z. B. Autos, ihren Kleidern oder ihren Beruf.
In Walters Augen ist sie oberflächlich, da sie sich überwiegend mit Mode beschäftigt. Trotzdem interessiert er sich nicht für ihren Charakter oder ihre Leidenschaft. Er macht sich sogar über sie lustig (S. 94 „...epileptisch- glücklicher Mund“).

Als Leser merkt man dass er nicht sehr viel über sie weiß, was er sogar selbst auf Seite 68 mit dem Zitat, „Sie stammte aus der Bronx, sonst wusste ich nicht viel von Ivy...“, bestätigt.
Faber sieht die Sexualität als etwas Unnatürliches und findet deswegen Ivys sexuellen Trieb etwas pervers.

Er findet es schlecht, dass er seine natürlichen Triebe nicht kontrollieren kann. Daraus zeigt sich auch dass ihn dies beängstigt, da er seine Triebe beherrschen möchte.
Ivy gegenüber besteht kein Interesse und Absicht sie näher kennen zu lernen. Sie ist ein bedeutungsloses Objekt. Für Faber heißt Ivy und alle anderen Frauen sogar Efeu (S. 91).
Auf Seite 62 sagt er auch, dass er sie hasst. 

Obwohl Faber mit einem Brief, den er bei der Notlandung an Ivy geschrieben hatte, Schluss machte fand er sie bei seiner Rückkehr trotzdem am Flughafen.
Walter empfindet das Gefühl der Unterdrückung, da sie es oft schafft ihn zu verführen. Aus dem Grund, dass er keinen Ausweg mehr findet, beschließt er kurzfristig per Schiff nach Paris zu fahren.

In Zusammenarbeit von Hiba Abdallah, Sultan Bayar, Neda Lajevardy und Rimma Ploschik


Grundverhalten von Faber


Verantwortlich für Faber's Verhalten ist seine Jugendliebe Hanna. Bis zur Begegnung mit Sabeth fühlt er sich innerlich immer noch an Hanna gebunden. Es ist ein Grund, weshalb er keine richtige Liebesbeziehung führen kann.

Man kann Faber eigentlich als eine Person ansehen die eine Persönlichkeitsschwäche hat. Er möchte vieles nicht wahrhaben, wie z. B. die Schuld an der Trennung von Hanna.
Er scheint keine direkten Pläne mit Frauen zu haben. Walter zeigt das ihm sein Beruf wichtiger ist als alles andere. Ich denke das er sich aus Angst darin versteigert, er flüchtet aus Dingen die er nicht 100 % wissen möchte.

In Zusammenarbeit von Hiba Abdallah, Sultan Bayar und Neda Lajevardy

Walters Einstellung zu Frauen

Walters Einstellung zu Frauen ist ein wenig kompliziert, sie scheint diskriminierend zu sein. Er sieht sie meistens nicht in ihrer Individualität. In Fabers Sicht sind Frauen ein schwaches Geschlecht und werden von ihn wie Objekte behandelt. Vorurteile wie „Alle Frauen haben einen Hang zum Aberglauben.“ sind oft in seinen Meinungen über Frauen.

Seine Affäre Ivy, seine Tochter und seine Jugendliebe Hanna erwähnen nichts über ihre Berufe, deshalb denkt Walter, dass sie sich nicht auf die wichtigen Dinge des Lebens achten.

Faber beschwert sich oft über die Gefühlsbetontheit des weiblichen Geschlechts.

Seine erste sexuelle Erfahrung sammelt Faber mit der Frau seines Mathematikprofessors. Aufgrund seiner starken Begabung hilft er seinem Professor bei einigen Korrekturen, so lernt er die Vierzigjährige kennen. Sie stirbt allerdings nach kurzer Zeit an ihrer Lungenkrankheit. In einem Zitat auf Seite 99 vergleicht Faber die Gattin seines Professors als Irre oder eine Hündin. Diese Beziehung wird Walter immer im Kopf behalten, er wird jedes Liebesleben lächerlich finden.

Walter hat keine permanenten Gefühle zu Frauen, daher kann er sich nicht vorstellen eine Ehe einzugehen. Er erwähnt in dem Buch (S. 91) das er es mit Frauen nie länger als drei Wochen aushält. In seiner Hinsicht schwankt die Stimmung der Frau je nach der Laune des Mannes. In der Beziehung zwischen ihm und Ivy kam der Antrag nicht von ihm aus. In einem Zitat auf Seite 30 sagte er: „Ich habe Hanna nicht geheiratet, die ich liebte, und wieso soll ich Ivy heiraten?“. Dies zeigt das ihn solche Dinge nicht wichtig sind. Der Antrag an Hanna war nur aus Schwangerschaftsgründen.

Es kommt zur Frage, warum er plötzlich Sabeth heiraten möchte?! Was ihn reizt ist das Fremde und Ungewöhnliche an ihr. Auch hier kommt es wie bei Hanna und Ivy nicht zur Heirat. Am Schluss des Romans äußert er allerdings wieder Gefühle zu Hanna.

Durch all diesen Erkenntnissen zeigt sich dass man von einem negativen und einem positiven Frauenbild sprechen kann. Bei dem negativen Bild zeigt sich Ivy als unselbstständige Frau, dieser Einfluss lässt Faber 'leiden' und zwingt ihn sich weiter in seiner logisch-rationalen Welt zu versinken. Bei dem positiven Bild zeigt sich Hanna als selbstständige Fau die ihm ermöglicht ihm seine Gefühle zu zeigen. Trotzdem kann man nicht über Walter sagen das er eine gute Beziehung führen kann. Er ist viel zu egoistisch um sich für Gefühle und Bedürfnisse zu interessieren.


In Zusammenarbeit von Hiba Abdallah, Sultan Bayar und Neda Lajevardy

Die Bedeutung des Titels Homo Faber



Homo Faber stammt aus dem lateinischen und bedeutet der schaffende Mensch oder der Mensch als Handwerker. Dies stellt den  Bezug zu Walter Faber und seiner Lieber zur Technologie her. Durch seine Arbeit mit der Technologie kann er als Handwerker bezeichnet werden, da er neue Dinge erschafft. Durch dieses Erschaffen verändert er aktiv etwas an den bisherigen technologischen Errungenschaften und grenzt sich somit als Veränderer von seiner Umwelt ab. Der Begriff Homo Faber soll deutlich darstellen, dass der moderne Mensch sich nicht wesentlich vom Tier abgrenzt.
Schriftsteller wie Max Scheler oder auch Hannah Arendt befassten sich im Laufe der Zeit ebenfalls mit diesem Begriff. 

In Zusammenarbeit von Hiba Abdallah, Sultan Bayar, Neda Lajevardy und Rimma Ploschik

Walters Fabers Vorlieben für Maschinen

Walter Faber empfindet eine große Vorliebe für Maschinen. Er ist ein Techniker, der sich so in seine Arbeit hineinversetzt, sodass er selber manchmal denkt eine Maschine zu sein.
 
Faber ist ein Techniker, das heißt schon mal, dass er viel mit Maschinen zu tun hat. Er lehnt Fantasie grundsätzlich ab, weil diese sich nicht erklären lässt und er nicht versteht, warum man sich etwas vorstellen und einbilden soll, was nicht da ist und was sich doch technisch erklären soll.
„Ich bin Techniker und gewohnt, die Dinge zu sehen, wie sie sind.“ (S. 24)

„Warum soll ich erleben, was gar nicht ist?“ (S. 25)

"Ich weigere mich, Angst zu haben aus bloßer Fantasie, beziehungsweise fantastisch zu werden aus bloßer Angst, geradezu mystisch." (S. 25)


Faber ist eine Person, die sich vor seinen eigenen Gefühlen verschließt, er sieht den Techniker als Beherrscher der Natur.

"Wir leben technisch, der Mensch als Beherrscher der Natur, der Mensch als Ingenieur, ..." (S. 107)

In jeder Situation in der er sich befindet vergleicht er alles mit der Technik und Maschinen. Selbst mit seinem Schwarm Sabeth, anstatt die Mondfinsternis mit ihr zu genießen beginnt er Sabeth die Art und Weise zu erklären. Alles erklären zu können ist ihm sehr wichtig, da er sonst sehr unruhig wird.

"Die bloße Tatsache, dass drei Himmelskörper [...] gelegentlich in einer Geraden liegen, was notwendigerweise eine Verdunklung des Mondes verursacht, brachte mich aus der Ruhe, als wisse ich nicht ziemlich genau, was es mit einer Mondfinsternis auf sich hat." (S. 124)

Aus Fabers Sicht kann man mit Zahlen und Fakten alle Situationen beschreiben. Er ist ein vollkommener Rationalist und vertraut Tatsachen, Statistiken und Formeln mehr als alles andere. Auf der Seite 106 wird es vorallem deutlich als er über Schwangerschaften und Fortpflanzung nachdenkt.

„Ein Blick auf die Statistik: Rückgang der Tuberkulose beispielsweise, Erfolg der Prophylaxe, Rückgang von 30 % auf 8 %.“ (S.106)

Am Ende des Buches entscheidet er sich gegen die Technik, indem er seinen Beruf aufgibt.



Fazit:
Die Natur wird von ihm mit technischen Dingen verglichen. Während eines Fluges beschreibt er nicht die Aussicht sondern die Blinklichter und die Tragfläche. Für Faber ist ein Leben ohne Technik unvorstellbar, er wurde sogar nach der Notlandung so nervös, dass er nicht wusste wie er in der Wüste ohne Rasierapparat auskommen soll. Er baute eine große Sehnsucht nach Strom und Technik auf. Auf der Schiffsreise nach Paris zeigt er Sabeth den sogar den Maschinenraum und kann sie ohne vorherigem Eintritt dort führen. Das Gefühl des Vertrauens zwischen den Maschinen verdeutlicht die enge Verbundenheit mit der Technik in seinem Leben. Die Reiseschreibmaschine die er ständig mit sich führt verdeutlicht ebenfalls den Technikbezug. Diese Schreibmaschine dient ihm als technische Lösung, da Faber es nicht mag etwas handschriftlich niederzuschreiben. Dies zeigt das die Technik ein fester Bestandteil in seinem Leben ist!

In Zusammenarbeit von Hiba Abdallah, Sultan Bayar und Neda Lajevardy 


Die Struktur des Werks

Die Struktur des Werks ähnelt einem Bericht, der zwischen streng sachlich bis hin zu stimmungsvoll variiert. Der fiktionale Ich-Erzähler Walter Faber wählt diese Textsorte, da ein Bericht die klare Sachlichkeit mit freien Elementen des Erzählens verbindet und er durch sein Berufsleben sicher im Schreiben von diesen ist.

In seinen Aufzeichnungen verwendet er Informationen, Begründungen und Urteile, sein Ziel ist es die Dinge so darzustellen, wie sie wirklich sind. Doch in seinem Bericht gibt es einen Wendepunkt, der Unfall und der Tod seiner Tochter. Daraufhin rückt die Sachlichkeit in den Hintergrund und er berichtet über die Ereignisse in der Vergangenheit, dazu bemüht er sich nicht mehr um Sachlichkeit, sondern rechtfertigt sich.

Walter Faber kreiert eine neue Struktur, in der es immer wieder Rückblicke und Vordeutungen gibt, sodass viele Zeitsprünge entstehen. Erst im Verlauf der Berichte wird klar, dass das Zentrale Ereignis in seinem Leben die Trennung von Hanna ist und nicht wie erwartet die Begegnung mit seiner Tochter.


Durch seine Schreibweise und seine Rechtfertigungen kann der Leser selbst kein Urteil über die Ereignisse fällen, da er lediglich Walter Fabers Sichtweise und dadurch nur einzelne Auszüge des Lebens der anderen Akteure kennt. 

In Zusammenarbeit von Neda Lajevardy, Hiba Abdallah und Sultan Bayar